Vom 4. bis 6. April waren 10 Familien gemeinsam unterwegs, die ein ähnliches Schicksal teilen. Sie alle vermissen schmerzlich ein Kind. Zu spüren, dass sie damit nicht allein sind, war die Intention dieses besonderen Familienwochenendes.
Veranstaltungsort war das wunderschön im Grünen, an den Ausläufern des Naturparks Fichtelgebirge gelegene Hotel Haus Silberbach im Dreiländereck Franken, Böhmen und Sachsen.
Die Familien haben es genossen, dass hier Raum ist für Ihre Trauer, aber ebenso Raum für alles Schöne im Leben, was sie nach dem Verlust ihres lieben Kindes aber erstmal wieder entdecken müssen. Es gab eine intensive Zeit der Begegnung und des Austauschs der Eltern untereinander, aber auch Zeit für Rückzug.
Unsere Ehrenamtlichen Uta, Anke und Simon hatten für kleine und größere Kinder tolle Spiel-, Spaß- und Bewegungsangebote in Petto: Drift Trikes, Stelzenlauf, Kegeln, Dart, Filmabend, Malen, Knobeln, Basteln und so weiter.
Die angeleitete Familienzeit am Samstag stand unter dem Thema: Trauer hat viele Gesichter. Am Vormittag konnten dazu Gipsmasken hergestellt werden. Dafür standen im großen Seminarraum jeder Familie ein eigener Tisch mit entsprechenden Utensilien zur Verfügung. Beim Abdruck des eigenen Gesichts war jeder auf die Hilfe seiner Familie angewiesen, konnte spüren, wie es ist, sich berühren zu lassen. Beim Abwarten auf das Aushärten der Gipsbinden am Gesicht war es interessant, Einschränkungen zu erleben – kaum oder nicht reden zu können, kaum Mimik zulassen zu können oder nicht gesehen zu werden.
Nach dieser praktischen Arbeit nutzten einige die Mittagspause zum Ausruhen, andere nahmen bei sonnigem Wetter und frischen Temperaturen an einer Wanderung zum nahegelegenen Waldsee teil. Ein Mutiger sprang unter viel Applaus sogar ins kühle Nass.
Am Nachmittag konnte jeder die Vorder- und Innenseite seiner eigenen Maske bemalen oder beschreiben mit den Fragen: Was zeige ich in meiner Trauer? Was verstecke ich vor anderen?
In einer Auswertungsrunde am Sonntag hatte jeder die Gelegenheit, seine Maske den anderen vorzustellen, das kreativ Ausgedrückte in Worte zu fassen, eigene Erfahrungen mitzuteilen, aber auch Impulse der anderen Betroffenen mitzunehmen.
Tausend Dank an unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die dieses gemeinsame Wochenende mit ganz viel Herzblut für Groß und Klein zu etwas Besonderem gemacht haben. Wir danken außerdem allen Spendern, die diese wertvolle Zeit für die trauernden Familien durch ihre finanzielle Zuwendung möglich gemacht haben!















