Am letzten Samstag im September durften wir wieder unterwegs sein – diesmal war es eine sehr bunte Trauerwanderung – und das nicht nur weil der Herbst Einzug hält. Erstmalig haben sich zur Trauerwanderung nicht nur verwaiste Eltern getroffen, auch verwaiste Familien, Kinder die einen Elternteil vermissen, sowie Witwen und Witwer waren dabei.
Es ist immer wieder bereichernd zu sehen, wie leicht sich durch das Miteinander-unterwegs-sein, Austausch und Gespräche entwickeln. So unterschiedlich die Lebensgeschichten sind – die Trauer begleitet alle Teilnehmenden gleichermaßen.
Besonders berührt hat uns auf dieser Wanderung die offene Haltung der Kinder untereinander aber auch gegenüber uns Erwachsenen.
Jede Wanderung ist einzigartig – so wie jeder Trauerweg auch.
Diesmal haben uns auf dem Weg folgende Themenimpulse und Fragen begleitet:
Verbunden sein in der Trauer
Ist es möglich in der Zeit der Trauer an Feste zu denken oder gar Dankbarkeit zu empfinden?
Wo befinde ich mich gerade auf meinem persönlichen Trauerweg?
Es sind kleine Anregungen, die wir Begleiter den Trauernden mit auf Weg und in ihren Alltag geben. Und doch ist es auch für uns als Begleitende immer wieder wichtig, der Einzigartigkeit jeder Lebensgeschichte Raum zu geben und den Menschen, die wir begleiten zu vermitteln: So wie du jetzt gerade bist, bist du okay. Du bist gesehen, mit Deinen Tränen, Deinen Zweifeln, Deiner Stille, in Deinem Suchen, mit Deinem Licht, mit Deinem Lächeln und all Deinen Fragen, auf die es manchmal keine Antwort gibt.
Susan Schuricht, Andreas Friese und Uta Gerstman











